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KINDER ZUM BUCH (17. Oktober 2009)
Die erste Veranstaltung in der Reihe ‚EX LIBRIS‘ fand im Pfarrheim in Groß-Enzersdorf statt und war den kleinen Kindern gedacht.
Über 30 Kinder (und ihre Eltern) lauschten nach einem musikalischen Beginn einer auf einer Leinwand dargestellten Geschichte. In dieser Geschichte ging es um einen Wolf, der Freunde sucht . Was man da lernen konnte ? Lesen fesselt den einzelnen, Erzählen eine ganze Gruppe, Lesen erzeugt Wissen und damit findet man auch leichter Freunde.
Nach einer Stärkung mit Kuchen und vielen weiteren Köstlichkeiten ging es ans Basteln. Es wurden Gesichtsmasken der einzelnen in der Geschichte vorkommenden Tiere angefertigt, wobei die Kinder von den Eltern und dem Team der Kinderbücherei tatkräftig unterstützt wurden.
Die Kinder nützten auch die von der Kinderbücherei und der Buchhandlung Alexowsky zur Verfügung gestellten Bücher, und so mancher Elternteil ‚mußte‘ seinen Kindern einige Geschichten vorlesen.
Lesen ist nicht nur ein Kulturgut, es tut auch unseren Kindern (und uns) gut.
Ein Dank daher an die Eltern und dem Team der Kinderbücherei für diese gelungene Veranstaltung.
Übrigens: die Kinderbücherei ist jeden Dienstag nachmittags und Samstag vormittags geöffnet und die Buchhandlung Alexowsky freut sich auch auf ihren Besuch !
JUGEND LIEST ( 19.Oktober 2009)
Bei der 2. Station der Veranstaltungsreihe EX LIBRIS während der Woche ÖSTERREICH LIEST konnte man in der Hauptschule Groß-Enzersdorf nicht nur Tränen lachen, sondern auch etwas lernen – wie es in einer Schule halt so ist. Aufgelockert durch musikalische Schmankerl einer ausschließlich aus Gitarren zuammengesetzten Musikgruppe (Fr. Amann-Kanelutti ‚dirigierte’), die ‚Hadern’ zum Besten gab (Marmor, Stein und Eisen bricht …..) wurden in 3 Blöcken Texte vorgetragen.
Vieles bleibt in Erinnerung, so zum Beispiel der KIKERIKI schreiende Hahn, dessen Bedeutung bislang gründlich missverstanden wird, genauso wie die Tatsache, dass wir Menschen nicht vom Affen abstammen (vielleicht ist es ja auch umgekehrt …) oder dass spätestens seit der Ritterzeit klar ist, weshalb die Frauen die Hausarbeit zu machen haben. Daß der Abkürzungswahn überall Einzug hält (selbst in der Schule sind Begriffe wie WUM BUM und KLAZI im persönlichen Gespräch nicht mehr aufzuhalten), wurde ebenso klar, wie dass die heute geltende Schulordnung von der vor 100 Jahren kaum abweicht!
Wen wundert es dann noch, dass in 7 Minuten jedes Kinderzimmer aufgeräumt ist? >>> LESEPROBE .....
Soviel Wissenswertes musste unbedingt durch ein köstliches Büffet abgerundet werden, auch ein Büchertisch mit aktueller Literatur der Buchhandlung Alexowsky wurde ‚belagert’. Dass man bei alldem auch visuell dem gesprochenen Wort folgen konnte, war fast selbstverständlich – und dass der Direktor der Schule, Michael Paternostro, selbst an der Gitarre Hand anlegte, passte auch dazu! Herzliche Gratulation zu dieser tollen Veranstaltung den Kindern, dem Herrn Direktor und der Lehrerschaft, aber auch den Eltern, kurzum: der Hauptschule!
Probstdorfer lesen Bodenständiges (20. Oktober 2009)
Ein Dorfleben, wie man es heutzutage schon lange suchen muss: Die Probstdorfer gestalten sich ihren Leseabend im Rahmen der österreichischen Lesewoche nach ihrem Gusto mit ihren eigenen Zutaten: Frauen und Männer jeden Alters steuern ihren Vorlesestoff, ob Selbstgeschriebenes oder von alten Heimatdichtern wie Günther Schwab Zusammengetragenes bei, dazu wird Liebenswertes wie alte Wiener Musik vom Marschkönig Gebauer gespielt, auch er ein Probstdorfer mit Ehrengrab am Zentralfriedhof oder die Abschiedshymne für Alt-Schuldirektor Franz Hampapa. Franz Kern und Karin Klement haben den Abend in der alten Volksschule zusammengestellt und gemütlich bei Sturm und Broten ausklingen lassen. Schirmherr, gemeinde 21 Sprecher Wolfgang Mayr, war ebenso angetan wie Vizebürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec, Buchhändler Wolfgang Alexowsky und viele begeisterte Zuhörer. >>> Probstdorfer Leseprobe
Kunst.Literatur Herbert Eigner jun. im Kunst.Lokal (21. Oktober 2009)
Es war eine er’lesen’e Schar, die sich an diesem Abend Zeit nahm.
Im mittlerweile weithin bekannten Künstlertreff in Groß-Enzersdorf stellte Herbert Eigner jun. sein neues Buch vor, lokale Vertreter aus dem öffentlichen Leben und literarisch Interessierte waren anwesend - nein, sie hörten zu.
‚Vergessen spielen’ handelt von fiktiven Personen, die in fiktiven Altersheimen ihre letzten Jahre verbringen. Ganz nah an der Realität sind jedoch die kurzen Geschichten, die gehört werden wollen. Das kommt auch davon, weil der Autor weiß, wovon er erzählt, er in dieser Umgebung tätig ist – und er weiß zu erzählen, den Zuhörer nah an seine Personen heranzubringen. Frau Erna ist die Hauptperson, um die es geht, stellvertretend für Menschen, die niemand beneidet, denen ihr Leben am Ende noch einmal Orientierung und Anpassung verlangt.
Darin Positives zu finden, ist vielleicht keine Kunst, es vermitteln zu können, schon.
Ein Danke schön an die Lokal-‚besitzer’, dass dies stattfinden konnte,
ein Danke an den Autor und Vor-Leser.
Es war ein wunderschöner Abend als Abschluss der Veranstaltungsreihe EX LIBRIS.
Text und Bilder: Mag. Sabine Birk Dr. Ulla Kremsmayer Ing. Brigitte Lutz Wolfgang Mayr
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